Schulprogramm alt

1 Leitgedanken der 59. Grundschule

2 Unterricht

2.1 Gestaltungselemente des Unterrichts

2.1.1 Lesen durch Schreiben
2.1.2 Offener Unterricht
2.1.3 Offener Mathematikunterricht
2.1.4 Lesen

2.2 Soziales Lernen

2.3 Sprachenlernen

2.4 Organisation des Unterrichtstages

2.5 Jahrgangsübergreifender Unterricht

2.6 Bewertung und Zensierung

2.7 Weitere regelmäßig in den Unterricht integrierte Inhalte

3 Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Hort

3.1 Elternarbeit innerhalb der Schule

3.2 Zusammenarbeit zwischen Schule-Hort-Eltern

3.3 Förderverein

1 Leitgedanken der 59. Grundschule

An unserer Schule leben und lernen die Kinder mit ihren Lehrerinnen in einer kooperativen und freundlichen Atmosphäre.
Das partnerschaftliche Verhältnis zwischen den Kindern und zwischen Kindern und Erwachsenen ist gekennzeichnet von Respekt und gegenseitiger Achtung.
Die Verschiedenheit der Menschen und die Vielfalt der Inhalte und der Formen des Lernens prägen unser Schulleben und erfordern individuelle Lern- und Arbeitskonzepte, die sich ausschließlich an offenen Unterrichtsformen ausrichten.
Jedes Kind hat das Recht auf seine eigene Lernzeit und auf eigene Lernwege.
Vom ersten Schultag an lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen: für sich und das eigene Lernen, für andere und den Umgang miteinander und auch für die Schule als Lern- und Lebensort.
Regeln sind für das Leben der Schulgemeinschaft unumgänglich. Diese werden von Lehrerinnen und Kindern auf der Grundlage gemeinsamer Werte aufgestellt. Ihre Einhaltung ist Angelegenheit aller.
Unsere Kinder lernen in den Klassenräumen, auf dem Schulgelände und außerhalb der Schule in der Stadt und in der Natur.
Von den Kindern gewählte Themen haben zumindest die gleiche Gewichtung wie Themen der Lehrpläne und der Lehrerinnen.
Für das Entdecken, Erforschen und Experimentieren wird genügend Raum geschaffen.
Der Freie Text von Anfang an, ausgehend von “Lesen durch Schreiben”, ist wesentliches Element des Lernens, weit über den Sprachunterricht hinaus.
Bücher sind in allen Klassenzimmern und dem Lesezimmer jederzeit verfügbar.
Damit die Kinder Mathematik erleben und verstehen können, erfinden und erkunden sie eigene Lösungswege, setzen sich mit komplexen Sachverhalten auseinander und erfahren handelnd mathematische Größen und Zusammenhänge.
Regelmäßige Gesprächskreise sind wesentlicher Bestandteil des Unterrichts. Sie dienen dem Planen, Besprechen und Präsentieren der individuellen und gemeinsamen Arbeit sowie der Regelung von Konflikten.
Unsere Schule kooperiert mit Institutionen und Partnern, die den Kindern Begegnungen mit Kunst und Kultur ermöglichen, wie dem Theater der Jungen Generation, verschiedenen Museen, Künstlern usw.
Es ist für unser Kollegium selbstverständlich, sich regelmäßig und intensiv über die Arbeit auszutauschen und gemeinsam Neues zu entwickeln und zu evaluieren.

2 Unterricht

2.1 Gestaltungselemente des Unterrichts

2.1.1 Lesen durch Schreiben
Um die uns wichtige weitreichende Differenzierung vom ersten Schultag an zu gewährleisten und zu ermöglichen, lernen alle Kinder der 1. Klasse verbindlich nach der Leselernmethode “Lesen durch Schreiben”. (siehe auch hier) Wesentlich bei der Umsetzung dieses Lehrgangs ist die Einhaltung der grundlegenden lerndidaktischen und lernpsychologischen Prinzipien.
Diese Methode ermöglicht es den Kindern, von Anfang an “alle Wörter dieser Welt” und damit sinnvolle eigene Texte schreiben zu können. Bedeutungsvoll ist weiterhin, dass dem Lehrgang ein anderer Lesebegriff zu Grunde liegt: Lesen=Verstehen. Daraus folgt ein völlig anderer “Leseunterricht”. (s. Pkt. 2.1.4.)
Im Mittelpunkt des Anfangsunterrichtes steht die Hinführung zur Lautstruktur der Sprache. Wenn das Kind in der Lage ist, ein beliebiges Wort in seine Lautkette zu zerlegen, kann es dieses anschließend phonetisch vollständig aufschreiben. Hilfsmittel dafür ist die Buchstabentabelle, auf der die Kinder alle zum Verschriften nötigen Buchstaben finden.
Schreibt das Kind auf diese Weise immer wieder selbst gewählte Wörter, lernt es die Buchstaben mit der Zeit von selbst – Übungen zum Buchstabentraining sind nicht notwendig. Der Leselehrgang läuft ab ohne Lesestunde und ohne Aufforderung zum lauten Vorlesen. Es wird keine Lesetechnik vermittelt. Eines Tages – meistens zwischen November und April der 1. Klasse – stellen die Kinder plötzlich fest, dass sie lesen können.

2.1.2 Offener Unterricht
Offener Unterricht ist in allen Klassen durchgängiges Arbeitsprinzip.
Für die Arbeit im Werkstattunterricht (siehe auch hier) gilt das dafür entwickelte Konzept von Dr. Jürgen Reichen. Dabei stehen den Kindern zu einem bestimmten Thema vielfältige anspruchsvolle Lernangebote zur Verfügung, die von der Lehrerin ausgewählt und bereitgestellt werden. Der Unterricht ist immer fächerverbindend oder fachübergreifend ausgerichtet. Die Kinder arbeiten in Sozialformen ihrer Wahl an unterschiedlichen Aufgaben und entscheiden selbst, ob und wann sie welches Angebot bearbeiten und wie lange sie sich damit auseinandersetzen. Sie werden zu Initiative und Selbstständigkeit herausgefordert, da sie unabhängig arbeiten und sich selber bzw. gegenseitig kontrollieren müssen. Jede Werkstatt bietet außerdem Raum für offene Aufgaben, die es unseren Kindern erlauben, persönlichen Lerninteressen nachzugehen. Der individuelle Lernprozess ist eingebettet in gemeinsame Gespräche, einführende Arbeitsphasen oder für Zwischenauswertungen und Zusammenfassungen bzw. Präsentationen am Schluss.
Das organisatorische Kernstück des Werkstattunterrichts ist die Kompetenz- und Aufgabendelegation, das sogenannte “Chefprinzip”. Dabei wird jedes Kind mit bestimmten, effektiven Funktionen der Lehrerrolle verantwortlich betraut. Die Kinder sind zum Beispiel zuständig für die Betreuung der einzelnen Lernangebote der Werkstatt:
Sie sind für ihr Angebot “Experte” und können ihren Klassenkameraden bei Schwierigkeiten helfen.
Sie beschaffen und verwalten für ihr Angebot nötiges Material.
Sie nehmen die Arbeitsergebnisse entgegen und korrigieren diese bei Bedarf.
Bei der Arbeit im Projektorientierten Unterricht (siehe auch hier) lehnen wir uns an die Didaktik der Kernideen von Urs Ruf und Peter Gallin an. Die Inhalte der Arbeit stehen als Rahmen fest, über die Methoden der Auseinandersetzung mit ihnen entscheiden die Kinder.
In dieser Unterrichtsform arbeiten die Kinder innerhalb eines vorher in der Regel gemeinsam beschlossenen oder aus früheren Aktivitäten hervorgegangenen Themenbereichs. Ideen und Anregungen, die auf vielfältige Weise in die Klasse getragen werden, werden dort aufgegriffen, vertieft oder weiterentwickelt. Die Kinder stellen sich Fragen, die sie mit Hilfe von Experimenten, Büchern, durch Befragungen von Experten oder Recherche im Internet zu beantworten versuchen. Der individuelle Arbeitsprozess wird auch hier durch häufige mündliche oder schriftliche Rückmeldungen und Gespräche im täglichen Mittagskreis begleitet, bei denen auch die angewandten Arbeitsmethoden reflektiert und systematisiert werden.
Unsere Kinder forschen beispielsweise an natur- oder gesellschaftskundlichen Themen oder befassen sich mit Ereignissen oder Perioden der Geschichte. Auch mathematische oder künstlerische Themen stehen immer wieder im Mittelpunkt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren die Kinder in unterschiedlichen Formen wie Vorträgen, Plakaten, Sachtexten, Bauwerken oder der Vorführung von Experimenten.
In der Freien Arbeit (siehe auch hier) entscheiden die Kinder allein über Inhalte und Methoden ihrer Arbeit und wenden erworbene und zur Bearbeitung eines Themas bzw. Lösung eines Problems notwendige Fähigkeiten an. Sie forschen dann an eigenen Themen, erstellen Plakate, bereiten Vorträge vor, lesen und schreiben Geschichten. Manche Kinder betreiben ausgiebig Mathematik, lösen Knobel- und Sachaufgaben, rechnen oder arbeiten an einer gemeinsam thematisierten Problemstellung weiter. Arbeitsergebnisse, die in Freier Arbeit entstehen, werden ebenfalls in den Gesprächskreisen vorgestellt und präsentiert, so dass alle anderen Kinder der Klasse daran teilhaben, Fragen an das “Expertenkind” stellen können und dieses wiederum herausgefordert wird, seinen eigenen Lernprozess zu reflektieren und dazu Stellung zu nehmen.
In allen Fällen ist die Lehrerin Beraterin, Moderatorin und Helferin, die Lernprozesse anregt, indem sie Aufgaben, Anschauungsmaterial oder Hilfsmittel bereitstellt und die Kinder berät. Während der selbstständigen Arbeit der Kinder widmet sie sich einzelnen von ihnen intensiver oder nutzt die Zeit für die Beobachtung der Kinder.

2.1.3 Offener Mathematikunterricht
Unser gesamter Alltag mit seinen Einrichtungsgegenständen, Gebäuden, Fahrzeugen und allen Funktionsabläufen ist vielfältig von Mathematik bedingt. Hauptziel unseres Mathematikunterrichts ist es, dies die Kinder durch eigenes Handeln erfahren zu lassen und ihnen dadurch mathematische Zusammenhänge einsichtig zu machen. Die Kinder lernen zu denken, Zusammenhänge zu erkennen und grundsätzliche Überlegungen anzustellen.
Mathematiklernen findet einerseits eingebettet in die Unterrichtswerkstätten statt. Dadurch wird Mathematisches anschaulich, konkret und erlebbar. An speziellen “Mathematiktagen”, die in der Regel einmal wöchentlich stattfinden, werden andererseits bestimmte Problemstellungen thematisiert. Die Kinder arbeiten gemeinsam mit Klassenkameraden an komplexen Aufgabenstellungen und versuchen, sich der Lösung auf eigenen Wegen zu nähern. In anschließenden Mathematikkonferenzen stellen die Kinder ihre jeweiligen Lösungswege vor und diese werden mit der ganzen Klasse besprochen und diskutiert.
Während der Arbeit findet fortwährend beiläufig-begleitendes Üben von Grundfertigkeiten und Grundaufgaben statt. Dadurch bleiben die erworbenen Mathematikkenntnisse einsichtig, wodurch es den Kindern ermöglicht wird, sie auf andere Probleme anzuwenden und zu übertragen. (siehe auch hier)

2.1.4 Lesen
Ab der 1. Klasse haben tägliche Lesezeiten ihren festen Platz in jeder Klasse. Die Kinder lesen in entspannter Atmosphäre in Büchern ihrer Wahl.
Die tägliche Vorlesezeit findet während des gemeinsamen Frühstücks statt. Jede Lehrerin liest ihrer Klasse ausgewählte Werke der Kinder- und Jugendliteratur vor. (siehe auch hier)

2.2 Soziales Lernen

Die Schule als Erfahrungsraum ist auch ein Ort, an dem die Kinder die Notwendigkeit, die Vorteile und den Preis des Lebens in der Gemeinschaft erfahren. Die weitgehende Individualisierung des Unterrichts, die Rücksicht auf das unterschiedliche Lerntempo der Kinder und ihre individuell verschiedenen Bedürfnisse und Fähigkeiten nimmt, begründet sich aus deren Unterschiedlichkeit, die wir bewusst bejahen und als Bereicherung verstehen.
Die Verhaltensweisen, die von erwachsenen Menschen unserer Gesellschaft erwartet werden, sollen hier im Alltag gelernt werden: das friedliche und vernünftige Regeln gemeinsamer Angelegenheiten. Solches Lernen geschieht durch Verantwortung und Beteiligung. In dieser “Gesellschaft im Kleinen” lernen die Kinder, für übernommene Aufgaben und zunehmend auch für den eigenen Lernweg verantwortlich einzustehen. Dies geschieht klassenintern zunächst in täglich stattfindenden Gesprächskreisen, in denen außerdem Vorkommnisse, Probleme, Ungeklärtes von den Kindern gemeinsam besprochen werden. Mit zunehmendem Alter der Kinder lernen diese mehr und mehr, diese Kreise selbstständig zu leiten.
Ab dem Schuljahr 2007/08 werden wir zusätzlich Klassenräte bilden, die sich regelmäßig klassenübergreifend treffen. Diese Kinder werden als Vertreter ihrer Klassen in die Klärung aktueller anstehender Fragen und Probleme einbezogen und in diesem Punkt enger mit den Lehrerinnen bzw. der Schulleiterin zusammenarbeiten. In ihren jeweiligen Klassen geben diese Kinder Rückmeldungen zu getroffenen Entscheidungen, Vereinbarungen etc. und fungieren somit als wichtiges Bindeglied zwischen in der Schule lernenden Kindern und tätigen Erwachsenen.
Ergänzung: (siehe auch hier)

2.3 Sprachenlernen

Kinder wachsen heute in einer von Mehrsprachigkeit geprägten Welt auf. Dem Erlernen von Sprachen kommt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Persönlichkeit zu. Grundschüler verfügen über ein besonderes Sprachlernpotential. Das frühe Fremdsprachenlernen ist deswegen ein inhaltlicher Schwerpunkt unseres Schulprogramms.
Ziel des Sprachenlernens ist es, Freude am Umgang mit anderen Sprachen und die Entwicklung von Interesse an anderen Kulturen zu entwickeln. Die Didaktik des Sprachunterrichts entspricht dem allgemeinen Lehrkonzept unserer Schule. Nach Möglichkeit verteilen wir diesen Unterricht auf mehrere kürzere Zeiteinheiten innerhalb einer Schulwoche. Neben dem Fachunterricht ermöglichen wir Fremdsprachenvermittlung auch innerhalb des sonstigen Unterrichts.
Unsere Schule nimmt mit einem Französisch-Angebot am Programm Intensives Sprachenlernen des Sächsischen Kultusministeriums teil. In Klasse 1 und 2 nehmen alle Kinder teil, in Klasse 3 und 4 ist die Teilnahme fakultativ und das Angebot vertieft.
Zur Förderung des Sprach- und Kulturverständnisses werden weitere Angebote in den Unterricht integriert, wie Briefkontakte mit Partnerschulen, konkrete Sprachbegegnungen (z.B. über das Institut Francais), Projekttage.
Der Fremdsprachenunterricht wird nach Möglichkeit durch Muttersprachler unterstützt.

2.4 Organisation des Unterrichtstages

Wir geben den Unterrichtstagen der Kinder eine feste und möglichst gleichbleibende Struktur, innerhalb derer sie Orientierung und Halt finden. Der Unterricht findet in drei 90-minütigen Blöcken statt. Zwischen den beiden ersten liegt das gemeinsame Frühstück jeder Klasse.
Die Unterrichtstage enthalten in allen Klassen außerdem:
die Lesezeit
Gesprächskreise
die Lern- bzw. Arbeitszeiten
Stundenplanbeispiel 1
Stundenplanbeispiel 2

2.5 Jahrgangsübergreifender Unterricht

Jahrgangsgemischtes Lernen bietet viele Vorteile:
Die Kinder lernen voneinander wie bei Geschwistern.
Ältere Kinder werden zu Experten und Lernhelfern für jüngere.
Jüngere lernen von Älteren, sie profitieren von deren Kenntnissen und Wissen und erlernen gleichzeitig auch wirkungsvolle Lernmethoden.
Gegenseitige Erziehung zu Rücksichtnahme findet in erhöhtem Maße statt.
Die gegenseitige Akzeptanz steigt, es ergeben sich größere Chancen für Erfolgserlebnisse.
Damit die Kinder unserer Schule von diesen Vorteilen profitieren können, bilden wir Klassenpatenschaften. Die 3. Klassen übernehmen jeweils die Patenschaft für eine neue 1. Klasse. Diese Patenschaft bleibt über zwei Jahre bestehen. Jedes Kind erlebt sich dadurch im Laufe seiner Grundschulzeit zunächst als der Jüngere, der vor allem Hilfe, Unterstützung und Anregung erhält und später dann als der Ältere, der hilft, unterstützt und begleitet.
Um die Patenschaften zu entwickeln und zu fördern, finden jeweils einmal wöchentlich gemeinsame Lesezeiten statt. Ein- bis zweimal im Schuljahr werden außerdem die Patenklassen gemischt, so dass echtes jahrgangsgemischtes Lernen möglich ist. Innerhalb von jeweils 2-3 Wochen arbeiten die Kinder der verschiedenen Klassenstufen gemeinsam am gleichen Thema bzw. in einer gleichen Werkstatt.
Zusätzlich schaffen wir Möglichkeiten, durch die die Kinder verschiedener Klassen auch darüber hinaus zusammen lernen können. Die Kinder wissen, dass sie überall “offene Klassenzimmertüren” vorfinden und sie in den dort lernenden Klassen willkommen sind. (siehe auch hier)

2.6 Bewertung und Zensierung

Zeugnisnoten setzen sich an unserer Schule gleichberechtigt aus folgenden Formen der Bewertung zusammen:
Rückmeldungen
Reflexionsbögen
Lerngesprächen
Zensuren für wenige ausgewählte Unterrichtsergebnisse

2.7 Weitere regelmäßig in den Unterricht integrierte Inhalte

Die Natur und vor allem der Wald vor unserer Tür liegen uns im doppelten Sinne nahe und einmal jährlich wollen wir dies für unsere Kinder erlebbar und erfahrbar machen. Im September oder Mai lösen wir für eine Woche die Klassenverbände auf und die Kinder können in der ”Waldwoche” (siehe auch hier) bzw. einer Woche ”Draußen sein” in Gruppen ihrer Wahl je nach Interessensgebieten die Natur bzw. den Wald entdecken und mit allen Sinnen erfahren. Die Themen der Arbeit in den Gruppen entstehen jedes Jahr neu. Die Kinder werden befragt, womit sie sich beschäftigen möchten. Danach richten sich die Angebote in den Gruppen. Leiter der Projektgruppen sind Lehrerinnen, zusätzliche Fachkräfte und engagierte Eltern. Die Kinder verbringen die meiste Zeit in dieser Woche im Freien: in der Natur, im Wald, auf den Elbwiesen… Am letzten Tag werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen präsentiert, wodurch die Erfahrungen unserer Kinder vervielfältigt und Entdeckungen Einzelner für die anderen nachvollziehbar werden.
Weiterhin findet ungefähr aller 6 bis 8 Wochen ein Schulschaufenster statt. Alle Kinder und Lehrerinnen der Schule treffen sich für 60 Minuten in der Turnhalle. Die Kinder präsentieren in diesem Rahmen zwanglos und frei auf der Bühne und mit Mikrofon die Arbeitsergebnisse der letzten Wochen: Vorträge über Sachthemen, Vorstellung von Lieblingsbüchern, Plakaten, Geschichten, Liedern, Experimenten und anderem mehr.
Jährlich im Frühjahr findet das Lesecafé statt. Verschiedene Kinder jeder Klasse lesen vor einem Publikum aus Eltern und Kindern in Caféhaus-Atmosphäre ihre selbstgeschriebenen Geschichten vor und erfahren dadurch Wertschätzung als “junge Autoren”. (siehe auch hier)
Alle Klassen haben ein Theateranrecht, besuchen regelmäßig das Theater der Jungen Generation und Konzerte in verschiedenen Aufführungsstätten. Weitere außerschulische Lernorte, die regelmäßig genutzt werden, sind zum Beispiel die Töpferwerkstatt der Jugend&Kunstschule, die Bibliothek oder der nahe gelegene Wald.

3 Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Hort

3.1 Elternarbeit innerhalb der Schule

Die Eltern unserer Schule nehmen großen Anteil an der Bildung und Erziehung ihrer Kinder. Viele wählen diese gezielt im Hinblick auf unser Unterrichtskonzept aus. Darin begründet sich auch das Interesse, mit der Schule und den Lehrerinnen zusammenzuarbeiten und dabei das schulische Leben mitzugestalten.
Innerhalb jeder Klasse werden den Eltern regelmäßig Gesprächsrunden, Informationsabende und Elterngespräche angeboten. Dabei erhalten sie Einblick in die Unterrichtsarbeit der Lehrerin, um so die Art und Weise des Lernens ihrer Kinder an unserer Schule verstehen und nachvollziehen zu können. Diese Veranstaltungen werden auch zur Präsentation von Unterrichtsergebnissen genutzt.
Einmal im Schuljahr findet ein vorbereitender Informationsabend für die Eltern der zukünftigen ersten Klassen statt.
Der Elternrat versteht sich als Forum für den Austausch von Informationen zwischen den Elternvertretern und ihren Klassen. Er trifft sich regelmäßig und wird seitens der Schulleitung über alle schulischen Angelegenheiten und Vorhaben informiert.
Darüber hinaus wirkt er auf das schulische Leben ein, indem er Vorträge oder Diskussionsabende organisiert, neue Initiativen ergreift und den Schulalltag aktiv begleitet. Schließlich engagieren sich die Elternratsmitglieder auch gegenüber der Sächsischen Bildungsagentur oder dem Kultusministerium für die Belange der Schule.

3.2 Zusammenarbeit zwischen Schule-Hort-Eltern

Ziel der Zusammenarbeit von Schule und Hort ist eine Schule mit Ganztagesangebot. Dieses Konzept wird durch vielfältige, offene, tägliche Angebote gestaltet, die sowohl Erziehungs- als auch Bildungsansprüche erfüllen und auf eine ganzheitliche Entwicklung der Kinder ausgerichtet sind. Angebote im Freizeitbereich erfolgen durch die Horterzieherinnen oder durch externe Anbieter.
Die Elternräte für Schule und Hort treffen sich regelmäßig. Sie arbeiten intensiv mit dem Ziel zusammen, langfristig einen gemeinsamen Elternrat für Schule und Hort anzustreben. Bei Besprechungen, die nicht gemeinsam stattfinden, ist jeweils ein Mitglied des Elternrates für Hort bzw. Schule zur Sicherung des Informationsflusses anwesend.
Durch die Elternräte von Schule und Hort angeregt, werden thematische Informationsabende klassenübergreifend angeboten, die über wichtige Eckpfeiler des Schulkonzeptes (z.B. Lesen durch Schreiben-Lehrgang nach Dr. Reichen, Entwicklung der sozialen Kompetenz, Unterrichtsmethoden etc.) informieren sollen.
Außerdem werden gemeinsam durch Schule, Hort und Elternräte Elternworkshops organisiert, bei denen aktive Arbeitsangebote zu verschiedenen Themen aus der Schul- und Hortarbeit unterbreitet werden. Inhalte dieser Workshops sind auch die alltägliche Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Schulprogrammes.

3.3 Förderverein

Die aktive Mitarbeit der Eltern zeigt sich auch am Beispiel des Fördervereins. Eltern und Lehrer unterstützen ihn finanziell und ideell, so dass jedes Jahr sinnvolle Projekte verwirklicht werden. Beispiele dafür sind unter vielen anderen die Ausgestaltung des Galeriekonzertes, die Schuleinführungsfeier oder die Schulhausgestaltung. Es wird angestrebt, dass alle Eltern Mitglied im Förderverein sind. (siehe auch hier)

Das Schulprogramm wurde beschlossen am 21. Juni 2007