59. Grundschule Jürgen Reichen
Dresden

Elternstimmen

Das ist ein Geschenk, auch für uns Eltern

„Ein Freund erzählte uns, dass er als Kind die 59. Grundschule besuchte, und er nur die besten Erinnerungen an diese Zeit hatte. Nun war es nicht nur unser Freund und die wunderbare Lage am Wald oder die Nähe zur Wohnung, für unseren Großen haben wir auch riesige Wege in Kauf genommen, auch das besondere Profil war kein Hauptgrund, überzeugt hat uns ein Gespräch mit der Schulleiterin, die uns mit so viel Energie, Offenheit, Frische, Freude und Liebe von ihrer Schule erzählte, von ihren Kindern und von ihrem Lehrerinnenteam, das hat uns interessiert, das hat uns neugierig gemacht. Als dann noch kurz vor der Einschulung ein wunderbarer Vorstellungsbrief von der Klassenlehrerin unseres Sohnes kam, in dem sie von sich erzählte, hatte sich der erste Eindruck bestätigt, und dass unser Sohn jeden Tag gern zur Schule geht, schon lesen kann und in seinen Erwartungen nicht enttäuscht wurde, dasist ein Geschenk, auch für uns Eltern.“

Kathleen G. und Volker M., Eltern von Benjamin

Eltern-Gedanken nach vier miterlebten Grundschuljahren

Wenn ein Kind jeden Tag aufs Neue gern in die Schule gegangen ist…,

Wenn es sich in der Gemeinschaft gut aufgehoben und verstanden gefühlt hat …,

Wenn es gelernt hat, Fragen zu stellen und selbst zu versuchen, Antworten zu finden…,

Wenn sein Forschergeist geweckt wurde und ihm Lernen Freude bereitet…,

Wenn es auf seine Leistungen und Selbstständigkeit stolz sein kann …,

dann kann man sich Schule eigentlich nicht anders wünschen.

Claudia B., Mutter von Josefine und Kaspar

Etwas ganz Besonderes für Eltern wie Kinder

Wir haben uns für unsere Töchter bewusst für diese Schule entschieden und dabei auch einen längeren Schulweg in Kauf genommen. Bei beiden Töchtern hat sich gezeigt, dass die individuellen Fähigkeiten aufgenommen wurden, die Stärken des Kindes wurden herausgekehrt und somit wurden das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gestärkt. Aber auch das Erkennen von „Schwächen“ wird geübt und half bei der Selbsteinschätzung. Probleme innerhalb der Klasse, unter Mitschülern werden in den Gesprächskreisen diskutiert. Verantwortung für andere und Sozialverhalten werden damit geschult. Natürlich wurden solche Diskussionen oft bei uns zu Hause weitergeführt … Auch das Kinderparlament ist aus unserer Sicht eine gute „Übung“. Das starke Orientieren auf Selbständigkeit in der Planung und Einteilung der gesuchten Aufgaben war für unsere ältere Tochter eine wichtige Voraussetzung für den Übergang zum Gymnasium. Das Lernen ohne unnützen Druck und Stress hat bei beiden Töchtern vor allem die Freude am Lernen unterstützt, sie haben es als Bereicherung empfunden zu lernen. Natürlich gab es auch Dinge, die ihnen nicht so viel Spaß gemacht haben, wo sie lernen mussten, sich „durchzubeißen“. Als letztes sei noch angemerkt, dass es in den Jahrgängen unserer Kinder unwahrscheinlich viel Engagement von Seiten der Eltern gab. So konnte jährlich die Waldwoche durchgeführt werden, aber auch die musikalischen Aufführungen waren etwas ganz Besonderes für Eltern wie Kinder!

Harald und Christiane M., Eltern von Paula und Emma

Schule kann Spaß machen

Wir haben zur Zeit in der „59.“ ein Kind in der 3. Klasse, unsere beidenälteren sind inzwischen auf weiterführenden Schulen in der 5. und 6. Klasse.

Die ersten Wörter schreiben die Kinder mit Hilfe einer ganz speziellen Buchstabentabelle mit Symbolen neben den Buchstaben. Zuerst schreiben die Kinder Wörter und im zweiten Schritt können sie lesen, was sie geschrieben haben. Aber die Motivation, Texte dann zu lesen kam sehr schnell. Über die Antolin-Seite (hier können Kinder Fragen zu gelesenen Büchern beantworten und dann Punkte erhalten – so gab es in der Klasse ständig aktualisierte Listen, welches Kind welche Bücher gelesen und beantwortet hatte) gab es einen regen Austausch.

In Gruppen mit Mitschülern erarbeiten sich die Kinder eigene Themen. Die Themen waren ganz vielfältig, von Tieren bis hin zum Thema „China“. Und Geschichten schreiben war ganz wichtig; davon war entweder im Klassenspiegel (eine Klassenzeitung) oder im Geschichtenbuch zum Abschluss der 4. Klasse etwas zu lesen. Zu Anfang wurden nur Texte geschrieben, später wurden daraus Vorträge, die auch die Mitschüler/-innen bewerten nach Information, Präsentation usw. Man gab sich Tipps, was man besser machen könnte. Das Thema China führte bei unserem Sohn sogar noch zu weiteren Interessen: Bei einem Ferienangebotwollte er nun auch gern chinesisches Tuschezeichnen machen.

Klar, jeder hat seine eigenen Fähigkeiten. Aber auch unser Sohn Moritz, der mehr an Zahlen und dem Suchen nach Wegen in der Mathematik interessiert war, hatte in der 4. Klasse innerhalb von ganz kurzer Zeit eine gut lesbare Handschrift, obgleich er bis dahin nur in Druckbuchstaben und recht unausgeglichen geschrieben hatte. Jedem Kind wird die Zeit gegeben, die es braucht.

In Mathematik ist der eigene Lösungsweg gefragt, erst dann wird mit den Klassenkamerad/-innen überlegt, ob es noch bessere Lösungswege gibt. Unsere Kinder wurden ermutigt, ihre eigene Kreativität zu gebrauchen. Das fördert das Interesse. Dieses hat dann auch unserer Sohn Moritz im Schach erheblich weitergebracht.

Die Natur lernen die Kinder immer wieder in verschiedenen Projekten der Waldwoche kennen. Einmal im Jahr gibt es die, auf die sich alle unsere Kinder gefreut haben.

Ein Beispiel aus dem Kunstunterricht. Man schaute sich die mehrdimensionalen Collagen des Künstlers James Rizzi an – und dann entstanden eigenen „Rizzis“. Auch Bilder von zum Beispiel Franz Marc waren Unterrichtsthema. Ganz zu Anfang wurden Mobiles in der Art von Alexander Calder gebaut.

Wie kann ich meine eigenen Leistungen erkennen? Dazu gibt es Bögen zur Selbsteinschätzung. Wie sehe ich meine eigene Leistung? Wie sieht sie ein Mitschüler und wie sieht sie die Klassenlehrerin? Wir waren erstaunt, wie gut sich die Kinder einschätzen können!

Soziale Fähigkeiten werden im Mittagskreis gelernt, es gibt ein Kinderparlament.

Wir haben auch ein außergewöhnliches, fast könnte man sagen, familiäres Lernklima erlebt, auch außerhalb der Schule. Es war Zeit da! Es gab und gibt auch heute noch viele Kontakte.

DerÜbergang von unserem Sohn auf das Gymnasium ging problemlos, ob in Deutsch oder in Mathe, um einmal die wichtigsten Fächer zu nennen.

Beate und Gerald K., Eltern von Annelie, Moritz und Tabea

Forschergeist

An unserer Schule können die Kinder an eigenen und an für alle verbindliche Themen forschen. Schon allein das Wort „Forschen“ steckt voller Abenteuerlust und Neugierde, und das ist es auch, was die Kinder antreibt. Denn sie erforschen „ihr“ Thema im wahrsten Sinne des Wortes – und sie tun es selbst, durch Nachlesen in Büchern, Recherchen im Internet, aber auch durch Befragen von Experten zum Thema. Abschließend stellen sie ihre Forschungsergebnisse allen vor – in Form von Plakaten, Büchern, Vorträgen.Eines meiner schönsten Erlebnisse im Schulalltag unserer Tochter war das Erleben einiger dieser Vorträge. Eva hatte über „Geige“ geforscht und das sehr umfangreich:

  • Sie ließ sich von ihrer Geigenlehrerin ein Konzert aufgeben, dessen 1. Satz sie dann im Vortrag spielte.
  • Sie vereinbarte einen Termin beim Geigenbauer, der ihr dann den Bau einer Geige erklärte.
  • Sie recherchierte in Musiklexika und im Internet.

Daraus entstand eine ziemlich bunte „Mischung“ in Wort, Bild und Musik. Nebenbei lernte Eva Beamer und Laptop zu bedienen, um die Fotos vom Geigenbauer zu zeigen. Ich erlebte noch einige andere Präsentationen. Die Vorträge waren so individuell und für mich so ungewöhnlich und schön (im Vergleich zu meiner Schulzeit), dass ich am liebsten den ganzen Tag geblieben wäre …

Und um nochmal ganz sachlich zu werden: Neben dem Gewinn von neuen Erkenntnissen und Fakten zum Thema lernen die Kinder wichtige Arbeitstechniken kennen: Konzepte erstellen, einzelne, sehr konkrete Fragen zu formulieren, Arbeitsschritte planen, recherchieren, also: sich effektiv und selbständig Wissen anzueignen, um es dann anderen vermitteln zu können.

Elke J., Mutter von Eva und Julius

Warum wir uns für die „59.“ entschieden haben

Es ist zuweilen eine vertrackte Sache – das mit dem „Entscheiden müssen“. Vor allem, wenn es nicht um einen selbst geht. Besonders aber, wenn es um unsere Kinder geht. Wahrscheinlich geht es vielen Eltern so oder ähnlich. Wenn man nicht recht weiß, wo man anfangen soll mit dem Entscheiden, hilft jede Art von Information beträchtlich – ggf. auch die Abwesenheit derselben … Genau hier begann die „59.“ zu punkten.

Nachdem die naheliegenden Gründe -– Lage in (verkehrs-)beruhigter Gegend, „kindgerechte“ Entfernung und Erreichbarkeit vom Wohnort aus, Schulgelände, baulicher Zustand usw. – berücksichtigt waren, ging es um das WIE des Lernens und Lehrens. Hier machten sich die sicht- und spürbaren Bemühungen der Schule um größtmögliche Offenheit, Transparenz und Einbeziehung des Umfelds der Kinder in alle Aspekte des Schullebens bereits das erste Mal bezahlt. Denn der moderne Mensch googelt zunächst einmal. Dabei stößt man auf einen ansprechenden, inhaltlich überzeugenden und vor allem immer aktuellen Internetauftritt,der sich von denen der meisten anderen Schulen deutlich unterscheidet.

Derart angelockt kann man sich bei verschiedenen Gelegenheiten (z.B. Tag der offenen Tür/ Unterrichtsteilnahme, Kennenlerntage, Elternabende und im direkten Gespräch) jederzeit mit allen Fragen an die Lehrkräfte und Schulleiterin wenden. Selbst beim Termin für die Schulanmeldung ist für die Kinderbetreuung gesorgt – womit die Kinder an die Schule herangeführt und den Elterndas Gespräch mit den Lehrerinnen ermöglicht wird.

Gemäß den o.g. Leitgedanken (s.hier) verfolgt die „59.“ konsequent ein System offener Unterrichtsformen wie Projekt-, Werkstatt- bzw. fachübergreifenden Unterricht, freie Arbeit usw. Dessen Ziel ist die auf den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes abgestimmte individuelle Betreuung durch den flexiblen Einsatz unterschiedlicher Lehr- und Lernmethoden. Das Erlernen der Schriftsprache erfolgt nach der Methode „Lesen durch Schreiben“.Dadurch sind die Kinder schon nach kürzester Zeit in der Lage, ihre eigenen Gedanken aufzuschreiben und sich die Welt zu „er-lesen“, womit – über diese Erfolgserlebnisse – schon früh die Eigenständigkeit im Denken, aber auch der Spaß am Lernen und Selbstvertrauen gefördert wird. Zudem entstehen bei diesen ersten Schreibabenteuern die schönsten Stilblüten – als Zeugnis für und zur Erinnerung an eine der spannendsten und aktivsten Phasen im Leben unserer Kinder.

In „unserer“ Schule wird jedoch nicht nur fachliches Wissen vermittelt. Durch Beteiligung erwächst auch das Gefühl für Verantwortung, Konsequenzen und Teamgeist. Daher werden in großem Maße die Wünsche, Vorstellungen und Gedanken der Kinder in alle Belange des Schullebens einbezogen – etwa durch tägliche Gesprächskreise, klassenübergreifende Patenschaften, das Kinderparlament und ähnliches. Ein großes Plus ist die Vielzahl von Ganztagsangeboten, getragen vom Förderverein der Schule. Da ist für jeden etwas dabei – und für die Eltern die Chance zur vielfältigen Unterstützung der Schule.

Letztlich aber wäre das alles nichts wert ohne das hohe Engagement und die klare Identifikation der Lehrerinnen mit den Prinzipien und Methoden des offenen Unterrichts. Sehr angenehm und beruhigend ist die umfassende Einbeziehung der Eltern – über Elternabende, -gespräche, -briefe, Weiterbildungs- und Beteiligungsangebote. Eigentlich kann man sagen, dass wir uns „mit-eingeschult“ fühlen. Auch wenn unsere 2. Schulzeit noch recht neu ist, hatten wir am Ende einfach ein „gutes Gefühl“, welches uns bei der Entscheidung geholfen hat und sich seither hartnäckig hält…

Jacqueline und Stefan W., Eltern von Joschua

Wie uns die 59. Grundschule überzeugt hat

Erinnerung an das Frühjahr 2004. Unsere Tochter Aglaia ist 5 ½ Jahre alt und geht in den Waldkindergarten. Sie ist ein aufgewecktes, fröhliches und wissbegieriges Kind. Sie ist jung für die Schule, und sie ist reif. Ein weiteres Jahr Kindergarten wäre möglicherweise ein halbes Jahr Unterforderung, lange Weile.Wir Eltern machen uns viele Gedanken zum Thema Schule. Meine Frau hat schlechte Erinnerungen an ihre eigene Schulzeit, hat große Sorge, dass das Kind in der Schule gebrochen wird, dass Zwang und Druck der kindlichen Fröhlichkeit, dem unersättlichen Wissensdurst und dem kreativen Selbstausdruckein Ende setzen könnten. Wie viele Kinder singen nie wieder, nachdem sie in der Schule gelernt haben, dass sie unmusikalisch sind? Wie viele Kinder hören auf zu fragen, nachdem sie in der Schule gelernt haben, dass ihre Fragen dumm sind? In unserem Bekanntenkreis gibt es wenige, die dem staatlichen Schulsystem vertrauen. Die einen schicken ihre Kinder zur Montessori-Schule – aber die nimmt keine fünfjährigen Kinder – die anderen zur Waldorfschule, zur freien alternativen Schule oder in die internationale Schule. Alle diese privaten Schulen können sich gar nicht retten vor der hohenNachfrage, während in Sachsen 1000 staatliche Schulen mangels Schülern geschlossen werden.Im Einschulungsgespräch überzeugt uns Frau Müller, die damalige Schulleiterin der 59. Grundschule, dass zumindest

das Konzept dieser Grundschule nicht so kinderfeindlich sei, wie noch zu unserer eigenen Grundschulzeit. Wir geben der Schule daraufhin einen kleinen Vertrauensvorschuss, bleiben aber vorerst noch skeptisch. Nach und nach weicht dann diese Skepsis auf Grund der Erfahrungen, die wir machen. In inhaltlich sorgfältig vorbereiteten Elternabenden werden die Ziele und Methoden der kommenden Lernperiode erläutert, es finden Themenabende zu pädagogisch relevanten Fragestellungen mit qualifizierten Referenten statt. Als besonders interessant erinnere ich den Abend mit Jürgen Reichen, dem Vater der Leselernmethode „Lesen durch Schreiben“. Er verglich die Bemühungen der Lehrer um die Entwicklung der Kinder mit der Sorge des Gärtners, der den Bohnen optimale Bedingungen für ihr Wachstum verschaffen kann, aber wachsen müssen die Bohnen selbst und lernen müssen die Kinder selbst. Dieses Bemühen, den Kindern optimale Bedingungen zu schaffen, selbständig zu lernen, selbständig zu sein und noch selbständiger zu werden, das ist ein Markenkennzeichen der Schule.

Nach vier Schuljahren macht Aglaia bestimmt acht Rechtschreibfehler pro geschriebener Seite. Aber sie hat einen ungeheuer großen Wortschatz für ihr Alter, schreibt aus reiner Begeisterung lange Geschichten, unterhält vielfältige Briefkontakte und arrangiert mit Freundinnen spontane Theateraufführungen. Sie kann ihre Meinung pointiert formulieren und hat Erfahrung und kreative Ideen, um Streitigkeiten zu schlichten. In den letzten Schuljahren hat sie etwa sechzig Bücher – z.T. 600 Seiten stark – gelesen und im Antolin-Test bewiesen, dass sie sie auch verstanden hat. An Sprachkompetenz, bei der laut PISA so viele deutsche Schüler so schlecht abschneiden,

mangelt es ihr wahrhaftig nicht. Vor allem aber: Sie hat immer noch ungeheuer viel Spaß am Lernen, sie hat großes Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, sie hat vielfältige eigene Ideen und Pläne und sie kann sie realisieren. Ihre kindliche Kraft und Freude, ihre Spontaneität und Authentizität sind ungebrochen. Niemals in den vier Jahren haben wir bereut, Aglaia auf die 59. Grundschule geschickt zu haben – wir wollten mit keiner Privatschule tauschen. Jetzt geht Aglaia in die 5. Klasse des Gymnasiums und bringt durchweg gute Noten nach Hause.

Wir sind froh, dass unser Sohn Joschua in dieser Schule in die zweite Klasse gehen darf. Obwohl er ganz anders als seine Schwester ist – er ist eher ein Forscher mit ausgeprägter eigener Hypothesenbildung – tut auch ihm diese Schule gut. Wohl gerade weil die Schule die Kinder nicht im Gleichschritt antreibt, sondern den Kindern vielfältige Gelegenheiten bietet, ihre individuellen Vorlieben, Eigenarten und Fähigkeiten einzubringen. Mit dieser Individualisierung liegtdie Schule im Trend der gesellschaftlichen Entwicklung und bereitet gut auf das Leben nach der Schulzeit vor.

Christian K., Vater von Aglaia und Joschua

Dank an „unsere“ Schule

„Wir sind glücklich und unsere Kinder lernen erfolgreich mit Spaß und Freude in „unserer Schule“ – und sie gehen jeden Tag gern! Der erste Wechsel an das Gymnasium gelang mit Leichtigkeit. Dafür möchten wir an dieser Stelle ganz herzlich danken!

Auch ich selbst bin schon als Schulkind in dieses Schulhaus gegangen, oft mit gemischten Gefühlen und Anspannung. Unsere Kinder hatten eine glückliche Kindergartenzeit und der nahende Übergang zur Schule hat mich beschäftigt. Nicht mehr jedoch nach einem „Tag der offenen Tür“ an der 59. Grundschule. Ich hörte, wie das Konzept „Lesen durch Schreiben“ an dieser Schule eingebettet inein vielfältiges Netz methodischer und sozialer Unterstützung realisiert wird und wusste sofort, „Das ist es, so muss Schule sein!“

Meine Tochter war bei den Wegen durch Dresdens Schullandschaftübrigens dabei und konnte sich selbst ein Bild machen. Auch für sie war sofort klar: „Das ist es!“

Warum?

Die Ausstrahlung ist positiv und wertschätzend. Leistung ist die Folge eines inspirierenden Lernprozesses und nicht Voraussetzung. Hier behalten die Kinder Spaß am Lernen, sie haben Lust, sich mit den Dingen des Lebens auseinanderzusetzen. Sie „brennen“ für viele Themen und Projekte und lernen auch Aufgaben zu bewältigen, die sie weniger interessieren. Sie lernen sich selbst einzuschätzen und bekommen Bewertungen und konkrete Rückmeldungen, die ihr Lern- und Sozialverhalten entwickeln. Sie lernen gemeinsam und merken, welchen Spaß es macht, Aufgaben miteinander zu lösen und voneinander zu lernen.

Durch dieses natürliche gemeinsame Tun in wechselnden Zusammensetzungen kennen sich die Kinder gut, nutzen ihre Stärken und helfen sich über ihre Schwächen. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen in andere zu haben. Künstliche „Soziale Trainings“ erübrigen sich. Das Klima unter den Kindern ist von Akzeptanz und Wertschätzung geprägt, da sie diese auch selbst erfahren.

Wesentlich ist auch das Lernprinzip. Die Kinder sind beim Lernen aktiv und eigenverantwortlich. Sie erschließen sich einen großen Teil der Inhalte selbst. Sie lernen wie nebenbei während ihres Tuns, Lesen eben z.B. durch Schreiben. Ihr individueller Fortschritt ist das Maß der Dinge und oft auch individuelle Interessen. Natürlich liest man ein selbstgewähltes Buch lieber, präsentiert gern das eigene Hobby oder den Ort, den man vom Urlaub kennt. Klar lernt man laut lesen, in Vorlesestunden für sein Patenkind – ganz von selbst!

Und nun auch noch das Ganztagesangebot … perfekt!

„Der Geist ist kein Schiff, das man beladen kann, sondern ein Feuer, das man entfachen muss.“ (Plutarch)
Hier gelingt es! Danke!

Bettina W. (Mutter von Lisa und Alina)

Was uns bewegt hat

Was uns bewegt hat und weiterhin bestärkt, unser Kind in die 59. Grundschule zu schicken:

„Von Anfang an standen wir den vorgestellten Reformansätzen der 59. Grundschule aufgeschlossen gegenüber. Inzwischen sind wir voll und ganz überzeugt. Von seiner zukünftigen Klassenlehrerin hat unser Sohn als Vorbereitung auf den Schulanfang einen Brief bekommen, in dem sie von sich erzählte und beschrieb, welche Pläne sie für die ersten Schultage hatte, und unser Kind einlud, dann etwas von sich zu erzählen. – Es war eine Freude zu sehen, wie die Kinder sich das Schreiben „eroberten“. Vom ersten Tag an kam unser Sohn nach Hause und berichtete, was er sich ausgedacht und selbst formuliert hat: einfache Sätze, die er mit Hilfe der Lauttafel selbständig aufgeschrieben hat. Dann wurden die Geschichten und Sätze immer länger, halbe und ganze Seiten voll. Und das Sprachgefühl wurde immer präziser, ohne dass die Rechtschreibung je gepaukt werden musste! Nach einem dreiviertel Jahr fing unser Kind dann – wie von der Lehrerin vorhergesagt – verstärkt an zu lesen.

Und jetzt, am Anfang der zweiten Klasse, bringen sich die Kinder mit Hilfe einesÜbungshefts, das humorvoll und nicht trocken ist, Schritt für Schritt selbst die Schreibschrift bei. Mit Stolz werden die jeweiligen Lernerfolge verkündet – eine bessere Bestätigung gibt es nicht!

Wir finden es wichtig, dass der pädagogische Ansatz bewährt ist und gemeinsam von allen Lehrern und der ganzen Schulgemeinschaft getragen wird – und kein Rumexperimentieren zu Lasten der Kinder stattfindet. Wir haben uns auch wegen „Lesen durch Schreiben“, projektorientiertem Unterricht, Schulschaufenster, Waldwoche etc. für die59. Grundschule entschieden und würden sie auch jetzt jederzeit weiterempfehlen, weil …

  • jedes Kind seine eigene Zeit kriegt, sich zu entwickeln, und nicht getrimmt wird.
  • die eigene Ausdruckskraft, Kreativität und Selbständigkeit mit ganz einfachen Mitteln gefördert werden.
  • kein althergebrachter Frontalunterricht alle unter einen Hut zwingt.
  • mit den regelmäßigen „Schulschaufenster“ (die Kinder zeigen den anderen Klassen, was sie sich in letzter Zeit erarbeitet haben) spielerisch eine Gemeinschaft und ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugt werden und Lernfortschritte dokumentiert werden.
  • weil das selbstgesteuerte, projektorientierte Arbeiten den Kindern ermöglicht, ihre ursprüngliche Lust an Neuem zu behalten und gleichzeitig die grundlegenden Lerntechniken zu üben, die später so oft dringend angemahnt werden.
  • Elemente wie die Patenschaften (jeweils ein Kind der 3. Klasseübernimmt die Patenschaft für ein neues Kind der 1. Klasse) und die Waldwochen (die Kinder erarbeiten und präsentieren gemeinsam in altersübergreifenden Gruppen selbstgewählte Projekte draußen im Wald) helfen, dass Jüngere von Älteren lernen – und umgekehrt!“
Tabea D.-R. und Jan R., Eltern von Julian